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4 einfache Tricks eine Hochzeit nachhaltig und ökologischer zu gestalten

Nachhaltigkeit – ein brisantes Thema: Die meisten Brautpaare haben – beim Gedanken an ihre Hochzeit – sicherlich nicht das Wort „ökologisch“ oder „nachhaltig“ im Kopf. Dennoch ist es ein wichtiges Thema, denn laut Melanie Tindell, der Gründerin von Oak & Honey Events, einer nachhaltigen Event-Planungsfirma, „produziert die durchschnittliche Hochzeit in den USA 400 Pfund Abfall und 63 Tonnen CO2 aus Dingen wie Blumen, Textilien, Papier und Transport. “

Durch einige einfache Änderungen in der Strategie der Hochzeitsplanung können Weddingprofessionals die negativen Auswirkungen einer Hochzeit auf die Umwelt erheblich verbessern. Einige der umweltfreundlicheren Optionen sind auch die kostengünstigste, demnach perfekt für Kunden mit einem kleinem Budget.

 

1. Regional und saisional Denken

Regionale Dienstleister buchen und Anlieferungen optimieren

Das arbeiten mit regionalen Dienstleistern für Hochzeiten hat im deutschsprachigen Raum schon fast Tradition. Die meisten Locations empfehlen direkt verlässliche Partenerfirmen der Umgebung. Aber auch bei der Buchung von weiteren Anbietern sollten Hochzeitsplanerinnen und -planer darauf achten lokale Unternehmen zu buchen und weitere Anlieferungen zu vermeiden.

Findet die Hochzeit an einem abgelegenen Ort statt sollten Lieferungen effizient gestaltet und nach Möglichkeit gebündelt werden. Beispielweise sollte über die Möglichkeit eines Transporters mit dem gesamten Equipment nachgedacht werden. Darüber hinaus spart diese Vorgehensweise auch Lieferkosten und Zeit.

Desweiteren ist auf saisionale Ware bei den Blumen zu achten. Der Bezug von Saisonware ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch umweltfreundlicher, da die Blumen nicht aus anderen Ländern, wie Chile oder Argentinien bezogen werden müssen.

Eine weitere kostengünstige und nachhaltige Variante der Blumengestaltung ist die Arbeit mit Blumen in Töpfen. Diese können nach der Hochzeit ganz einfach wieder eingepflanzt und im Garten weiterverwendet werden. Der emotionale Wert kann durchaus ein Verkaufsargument für Paare sein. Vielen Paaren ist es wichtig etwas Persönliches von der Hochzeit zu behalten – warum also nicht die Blumen auf den Gästetischen für den Balkon oder den eigenen Garten?

2. Die Anzahl der Gäste minimal halten

Die Anzahl der Gäste hat den größten Einfluss auf die Nachhaltigkeit einer Hochzeit

Der größte Einflussfaktor auf die Umwelt, den Brautpaare haben können, ist die Reduzierung der Gästeliste. Es kann zwar mühsam sein aufzuschlüsseln welche entfernten Verwandten oder Plus-Einsen letztlich keine Einladung bekommen, aber je weniger Gäste anwesend sind, desto geringer ist der Aufwand von Ressourcen.

Da jeder Gast für die Hochzeit Anreisen muss und bei bestimmten Paaren die Wege durchaus sehr weit sein können, verringert sich auch der CO2-Fußabdruck – wenn entfernte Freunde nicht eingeladen werden. Für die ausgeladenen Gäste kann man sich alternativ ein kleines Geschenk überlegen, dass das Brautpaar versenden kann. Beispielsweise eine gestaltete DVD-Box mit dem Hochzeitsfilm oder einem persönlichen Gruß von der Hochzeit.

Eine verringerte Gästeliste schont auch das Budget. Kurz vor der Hochzeit sollte in jedem Fall nochmal die Gästeliste überprüft und die finalen Zahlen an die Location und das Catering weiter gegeben werden – so werden Ressourcen bei der Essenszubereitung gespart und die Mengen, die im Anschluss ggf. weggeschmissen werden müssen reduziert.

3. Mieten und Recyceln

Mietgegenstände sind bedeutend nachhaltiger als Selbstgebasteltess

Sicherlich möchten Paare immer einen Teil ihrer Hochzeitsdekoration als Erinnerung behalten, aber einige Dinge werden nach dem Hochzeitstag einfach nicht mehr gebraucht. Anstatt viel Geld für Dekoration auszugeben, sollten Hochzeitspaare dazu ermutigt werden von einem Hochzeitsverleih die wichtigsten Dekoartikel zu mieten. „Die Anmietung von Dekoration reduziert die Emissionen von Autos bei Einkaufstouren enorm.“, sagt Melanie Tindell.

Die Infrastruktur der Veleihfirmen ist in den meisten Gegenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr gut. In den Großstädten gibt es meist ein Überangebot und eine große Auswahl an unterschiedlichen Firmen, die unterschiedliche Stile von Dekoration verleihen.

Auf Tauschbörsen, in Facebookgruppen und auf ebay-kleinanzeigen finden Brautpaare ebenfalls Dekorationsartikel, die ein zweites oder sogar ein drittes Mal den Besitzer wechseln. Weddingplaner sollten sich überlegen ein kleines Repertoire an wichtigen Gegenständen, die Ringkisten, Blumenkörbe und ähnlichem anzuschaffen und diese für eine kleine Mietgebühr direkt an Paare zu verleihen. So bleiben Hochzeitsartikel nicht im Keller liegen, sondern werden mehrmals verwendet und schonen die Umwelt.

4. Proaktiv sein - nicht perfekt

Anstatt sich selbst dafür zu verurteilen, dass nicht in jedem Detail der Hochzeit umweltfreundlich gehandelt wurde, sollten Brautpaare und Weddingplaner Verbesserungen anstreben, wo immer sie können.

Umweltfreundliche Hochzeitsplanung bedeutet nicht, dass die Hochzeit keinen Abfall produzieren darf. Es bedeutet lediglich gewissenhaft mit Ressourcen umzugehen und Traditionelles zu hinterfragen. Wenn die Frage nach der Hochzeitstorte aufkommt – stellt sich die Frage ob ein Cupcake-Turm nicht den gleichen Effekt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass der gesamte Hochzeitskuchen gegessen wird, ist oftmals geschwindend gering, wenn es zusätzlich ein Dessertbuffet gibt. Muffins und Cupcakes werden meistens noch am späten Abend zum Dessert oder Mitternachts-Snack gerne gegessen. Über solche Alternativen sollte bei der Hochzeitsplanung offen gesprochen werden.

Die Frage nach der Nachhaltigkeit ist eine Frage der Effizienz und Notwendigkeit von Dingen, nicht nach der Schönheit oder Bedeutung von etwas. Demnach darf das Brautpaar dennoch gewisse Dinge aus persönlichen Gründen entscheiden, auch wenn sie nicht absolut umweltfreundlich sind. Bei einer nachhaltigen Planung einer Hochzeit geht es um das Gleichgewicht zwischen persönlichen Bedürfnissen und smarten Lösungen.

Ein schöner Erfahrungsbericht von einem Paar mit einer „Green-Wedding“
Die Hochzeitsagentur Williams & Gauld berät Brautpaare bei der nachhaltigen Planung ihrer Hochzeit
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Wir bilden Wedding-Managerinnen und Wedding-Designerinnen aus, die nicht nur Dienstleister miteinander synchronisieren können sondern eigene Kreationen, Designs und Wedding-Styles entwerfen.

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